StoneRock Festival – Bad Bentheim – 23. Juli 2016

Nach einem Jahr Abstinenz ging es direkt nach unserem Urlaub aufs alljährliche StoneRock-Festival ins beschauliche Bad Bentheim.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut das Festival organisiert ist und welche musikalischen Perlen jedes Jahr aufs Neue im Line-up stecken. Darüberhinaus ist es ein sehr entspanntes Festival, bietet viel Platz und kostet dabei auch noch fast nichts.

Wir waren dieses Mal etwas später dran. Als wir ankamen, hörten wir noch die letzten Takte der zweiten Band Gilderoy. Danach kamen die erdig rockenden Crash Down, die Deutsch-Punk-Popper Astairre und die an Foals erinnernden Frickel-Indie-Rocker Calves aus Reutlingen.

Nun war es Zeit für Taymir, die sehr gehypeten 60s-Rocker und inoffiziellen Nachfolger der Arctic Monkeys. Im Vorprogramm von Arkells haben mich die Jungs schon vollends überzeugen können. Und so war es auch diesmal: Die Band aus Den Haag zieht einen mit wuchtigem und auch handwerklich gutem Sixtiesrock sofort in den Bann. Leider wurde bereits vor einigen Monaten bekannt, dass sich die Band nach der Tour und nach dem zweiten Album auflösen wird. Schade.

Auf der kleinen Bühne spielten dann The Munitors aus Frankfurt: Angenehmer Indiepop, der durchaus im Kopf bleibt.

Dann wurde wieder auf die große Bühne gewechselt, auf der die Amsterdamer von Bombay im Anschluss spielten. Mir waren bis zu diesem Zeitpunkt lediglich zwei Songs bekannt, die mich aber schon so überzeugt hatten, dass ich den Auftritt freudig erwartete. Bombay sind schon um die ganze Welt getourt und das merkt man der Bühnenpräsenz durchaus an. Ausgefallener, ausgefeilter und dynamischer Indierock, der wirklich Spaß macht. Der Longplayer der Sympathieträger von Bombay ist nun in Gänze in meiner wiederkehrenden Playlist gelandet.

Die Umbaupause wurde nach dem Set von Bombay von Cannibal Koffer auf der kleinen Bühne überbrückt. Die Coverband der besonderen Art widmet sich Mainstream-Hits auf eine eigene Art: Mit einem Koffer als Drumset, mit Akustikgitarre und mit sehr guten Stimmen. So wird selbst aus Katy Perrys „California Gurls“ ein akustisches Kleinod.

Auf der großen Bühne machten sich dann die Schotten von We Were Promised Jetpacks bereit. Frontmann Adam Thompson wirkt immer sehr fokussiert und äußerst professionell. Und das ist auch das, was man während des Livesets durchaus vermittelt bekommt: Filigraner und vielschichter Alternativerock, der perfekt vorgetragen wird.

So ging dann auch dieses StoneRock-Festival mit einem tollen Headliner zu Ende. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Garantiert.

Kommentar verfassen